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Pädophilie

(K)ein Anderer

Ein mutiger Monolog über sexuelle Neigungen, die es nicht geben darf / Für Erwachsene, Bildungseinrichtungen + Fachtagungen

Ein offener Umgang mit dem Thema Pädophilie ist der einzige Weg, um das zu erreichen, was sich Betroffene und Gesellschaft gleichermaßen wünschen: Kein Täter zu werden.

Der Hintergrund

Wir fühlen, was wir fühlen. Und wir verlieben uns, ohne zu wissen, warum gerade er, warum ausgerechnet sie unser Herz hüpfen lässt. Was aber, wenn wir eine Liebe empfinden, die nicht tolerierbar ist und niemals gelebt werden darf? Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen, leben in diesem Dilemma. Ihre Neigung, die laut aktuellem Stand der Forschung ein Leben lang weitgehend stabil bleibt, entdecken diese in der Regel bereits im Jugendalter. Und vom ersten Gefühlserwachen sehen sie sich mit einem so starken gesellschaftlichen Tabu konfrontiert, dass es ihnen unmöglich erscheint, über ihre Bedürfnisse zu sprechen. Dabei ist ein offener Umgang mit diesen abgelehnten aber existenten Gefühlen der einzige Weg, um das zu erreichen, was sich Betroffene und Gesellschaft gleichermaßen wünschen: Kein Täter zu werden.
Mit (K)ein Anderer möchten wir das tabuisierte Thema Pädophilie mit Offenheit und Aufklärung angehen – ein weiterer Schritt, um sexueller Gewalt an Kindern präventiv entgegen zu wirken.

»Authentisch und physisch spürbar spielt Reinhard Gesse die innere Zerrissenheit eines pädophilen Mannes, der mit aller Kraft versucht, seine sexuellen Wünsche zu kontrollieren und der sich vor allem eines wünscht – nicht aufgrund seiner sexuellen Neigung abgelehnt zu werden. Seine Darstellung konfrontiert eindringlich und drastisch mit unserer gesellschaftlichen Verantwortung, niemanden aufgrund seiner sexuellen Ausrichtung zu verurteilen, sondern ausschließlich nach seinem Verhalten zu bewerten.«

Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier, Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden"

Die Handlung

(K)ein Anderer ist der eindrucksvolle Monolog eines Mannes, der sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlt. Er ist sich seiner Neigung bewusst und will auf keinen Fall zum Täter sexueller Gewalt werden. Seine unterdrückten Gefühle zu Kindern rufen in ihm Scham, Angst, Verzweiflung und Ohnmacht hervor. Er ist erschöpft vom jahrelangen Kampf gegen sein Verlangen, vereinsamt und verbittert. Doch er wünscht sich, nicht ausgegrenzt zu werden. Zumal als Mensch, der noch nie jemandem weh getan hat. "Ich bin ich" und "Ich bin kein Teufel!" schreit er seinen Zuhörerinnen und Zuhörern entgegen und lässt sie tief in seine zerrissene Seele blicken. Auf der Bühne erleben wir einen Mann, der auf seinem schweren Weg professionelle Hilfe braucht und die Hoffnung verliert, sich jemals einem anderen Menschen anvertrauen zu dürfen.

Unsere Ziele

Mit unserem Programm möchten wir der Tabuisierung Aufklärung und Offenheit entgegen setzen. Nicht jeder Pädophile begeht sexuellen Kindesmissbrauch und nicht jeder Täter sexueller Gewalt gegenüber Kindern ist pädophil. Niemand ist verantwortlich für seine sexuelle Neigung, aber jeder für sein Verhalten. Wir wollen zu einer gesellschaftlichen Atmosphäre beitragen, in der sich Betroffene die Hilfe suchen können, die sie brauchen. Denn wenn wir diese Menschen alleine lassen, überlassen wir sie sich selbst – und letztendlich unseren Kindern.

Das Programm eignet sich besonders für den Einsatz auf Fachtagungen, da es eine ideale Diskussionsgrundlage zum Thema Pädophilie sein kann.

»Sexualisierte Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem mit vielen Facetten. Beeindruckend wie die tpw das Thema Pädophilie aufgreift und die Ambivalenz des Protagonisten auf die Bühne bringt. Als Zuschauer kann ich mich dieser hochemotionalen Berg- und Talfahrt kaum entziehen.«

Martin Helmer, Zartbitter Münster e. V.

Fakten

(K)ein Anderer ist als Auftragsproduktion für den Fachtag „Wegsperren – und zwar für immer?“ entstanden, der sich im April 2016 in Berlin mit den Möglichkeiten und Grenzen in der Arbeit mit sexuell auffälligen Menschen befasste.

Zielgruppe

Das Programm richtet sich an Erwachsene und Bildungseinrichtungen. Es ist besonders für den Einsatz auf Fachtagungen geeignet.

Dauer

Die Aufführungszeit beträgt 45 Minuten. Anschließend ist Zeit für eine Diskussion.

Raum

Wir benötigen einen Raum mit einer Bühnenfläche von 5 x 5 m sowie eine Lichtanlage mit mind. 5 x 500 Watt Scheinwerfern.

Konditionen

Eine Aufführung kostet 780 € zzgl. 0,30 €/km Fahrtkosten.

Die Konditionen gelten für Aufführungen innerhalb Deutschlands.

Buchung und Beratung

Wenn Sie Fragen haben, zögern Sie nicht, uns anzurufen oder uns eine E-Mail zu schreiben. Wir beraten Sie gerne. Oder buchen Sie direkt über unser Online-Formular.

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