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Seebrücke Osnabrück

tpw unterstützt die Forderung "Seenotrettung jetzt!"

In einem offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück fordern zahlreiche Organisationen, das Engagement der Friedensstadt Osnabrück für die Rettung von Bootsflüchtlingen aus dem Mittelmeer zu verstärken.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Griesert,

die unterschreibenden Organisationen wenden sich mit der dringenden Bitte an Sie, das Engagement der Stadt Osnabrück für die Rettung von Bootsflüchtlingen aus dem Mittelmeer zu verstärken.

Auch in diesem Jahr sind schon wieder weit mehr als 500 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Vor fast zwei Wochen hat das deutsche Rettungsschiff Sea-Watch 353 Menschen aus Seenot gerettet; nur zehn von ihnen durften aus dringenden medizinischen Gründen nach Italien evakuiert werden. Durch die Blockade der europäischen Regierungen wird die Verteilung der übrigen Menschen weiterhin verzögert, obwohl viele von ihnen von schwerster Gewalt und Folter gezeichnet sind.

Die Stadt Osnabrück verleiht den Sonderpreis des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises in diesem Jahr an die deutsche Organisation Sea-Watch, die auch das gleichnamige Rettungsschiff betreibt. Wir freuen uns über diese Entscheidung sehr.

Angesichts des bisherigen Versagens der europäischen Regierungen und auch der Bundesregierung bei der Seenotrettung fordern wir jetzt aber weitere konkrete Schritte der Stadt Osnabrück, um deutlich zu machen, dass wir nicht mehr länger bereit sind, der andauernden Verletzung der Menschenrechte tatenlos zuzusehen.

Erklären Sie gegenüber der Bundesregierung die Bereitschaft der Stadt Osnabrück, die 43 geretteten Menschen der Sea-Watch 3 jetzt direkt aufzunehmen, so wie es auch andere Städte schon getan haben.

Fordern Sie von der Bundesregierung eine sofortige Lösung für die betroffenen Menschen ohne weitere Verzögerungen.

Erklären Sie die Stadt Osnabrück zur Partnerstadt der Sea-Watch 3 und unternehmen Sie weitere Schritte zur konkreten Unterstützung der Organisation Sea-Watch für die Seenotrettung.

50 aus Idomeni

Aktionszentrum 3. Welt

AWO Kreisverband für die Region Osnabrück

Attac Osnabrück

Autonomes Frauenhaus Osnabrück

Bistum Osnabrück

Caritas Regionalverband Stadt und Landkreis Osnabrück

DGB Stadtverband Osnabrück

Erich Maria Remarque-Gesellschaft

Ev.-luth. Südstadtkirchengemeinde

Exil – Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge

Flüchtlingshilfe Rosenplatz

Frauenberatungsstelle Osnabrück

Griechenland-Solidarität Osnabrück

Heilpädagogische Hilfe Osnabrück

HelpAge Deutschland

Koordinationsstelle für Geflüchtete an der Universität Osnabrück

Matthäusgemeinde

Piesberger Gesellschaftshaus

Refugee Law Clinic Osnabrück

SKM (Kath. Verein für soziale Dienste)

Superintendent für den ev.-luth. Kirchenkreis

tpw – theaterpädagogische werkstatt

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