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KulturKilometer

750 Kilometer Fußmarsch von Köln nach Berlin – über Osnabrück

Zwei Kulturschaffende, ausgerüstet mit Rucksack und Smartphone, wandern von Köln nach Berlin, um auf die aktuelle Problemlage Kulturschaffender in der Corona-Krise aufmerksam zu machen. Laura Kuhlen und Meik Gudermann haben am 8. Juni auch bei der tpw Station gemacht.

Mit der Aktion „Kulturkilometer“ machen zwei Kulturschaffende, ausgerüstet mit Rucksack und Smartphone, auf die schwierige Lage von Kulturschaffenden in der Corona-Krise aufmerksam. Köln – Osnabrück – Hamburg – Berlin – 750 Kilometer zu Fuß, viel Zeit, um auf die aktuelle Problemlage der Kulturlandschaft aufmerksam zu machen.

Laura Kuhlen und Meik Gudermann waren vom 8. auf den 9. Juni in der tpw zu Gast. Nach einem ersten Kennenlernen und Vorstellen der Präventionsarbeit der tpw folgten Pressegespräche und ein gemütlichen Miteinander. Nach kurzen Nacht sind die Wandernden Richtung Diepholz gestartet.

Hier lässt sich ihre Reise im Blog verfolgen.

Pressebericht NOZ

Pressemappe Kulturkilometer

tpw aktuell

Die CoronaKrise hat den bisherigen Durchführungsformen der Theaterprogramme, Workshops und Projekte ein jähes Ende bereitet. Termine an Kitas und Schulen wurden storniert, geplante Fachtagungen mussten abgesagt werden, Workshopplanungen wurden obsolet. Und wo keine Programme stattfinden, gibt es keine Einnahmen. Für die tpw und ihre SchauspielerInnen und TheaterpädagogInnen ein existentielles Problem.

Die (kreative) Energie, die bislang für Programme und die Entwicklung neuer Workshops und Projekte da war, hilft nun, Anträge zu schreiben, auf die unterschiedlichen Regelungen der einzelnen Bundesländer für Schulen und Kitas zu reagieren – aber auch, um neue Formen für die Programme und Workshops zu entwickeln. Aus 3teiligen Programmen werden Einteiler, damit möglichst viele Kinder an den wenigen Präsenstagen in den Schulen erreicht werden, Teambesprechungen finden in Telefon und Videokonferenzen, Proben für unsere Workshops digital statt. Und was wird aus den öffentlichen Aufführungen mit viel Publikum, die alle Workshops abschließen? Auch hier suchen die MitarbeiterInnen nach Antworten auf die neuen Bedingungen: Aufteilungen in kleine Gruppen, Stationentheater, der Einsatz von Video und Livestream. Die „Kreativmaschine“ tpw steht nicht still. Sie läuft aber anders und (auch) angetrieben von der Sehnsucht nach vertrauter Theaternähe!

... Kultur ist so wichtig

… sowieso und immer und gerade jetzt! Wir „tpwlerInnen“ haben das große Glück, mit „Kultur machen“ nicht nur unsere Träume zu realisieren, vielen Menschen Freude und ein Miteinander zu bereiten, dabei auch noch Geld zu verdienen, sondern mit unserer theaterpädagogischen Präventionsarbeit darüber hinaus einen anerkannt wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Kinder und Jugendlichen vor sexueller Gewalt zu leisten. Diese Arbeit setzen wir fort. Zwischenzeitlich mit finanzieller Unterstützung von außen (wenn sie denn kommt) …